Német haladó nyelvlecke: Hilfe, ich verkauze!

Szövegértés, szókincsfejlesztés

Nadja Bossmann: Hilfe, ich verkauze! – című írása a szöveg nehézsége miatt, haladó nyelvtudásúaknak szól. A végén a nehezebb, ritkábban használt szavakat egy szószedetben összegyűjtöttem nektek.

Ez a rövid olvasmány egy egyedülálló nő keserű és vicces vallomása a szingli lét viszontagságairól. Arról, hogyan fedezi fel magában egy 32 éves nő azokat a vonásokat, amelyekről annyi komikus, “Bridget Jones”-történet szól…

Jó szórakozást hozzá!

Györgyi

Achtung, Singles, diese Geschichte tut weh. Vor allem, wenn Sie wie ich gerade dabei sind zu verkauzen. Da werden Sie stutzig oder kauzig, schrullig, verschroben – das verbindet man normalerweise mit einem gesetzten Alter, in dem man es sich erlauben kann, in gepflegte Exzentrik abzugleiten. Weit gefehlt. Ich beispielsweise bin 32, habe einen Job in einem Großraumbüro, ein Jahresabo im Fitness-Studio, zwei Katzen, ungefähr zehn gute Freunde und seit letzter Woche das Attest meiner Schwester, dass ich mich benehme wie eine schrullige Ziege. Ich bin schockiert.

Wie kommt meine Schwester auf die Idee? Nur weil ich neulich mein cremefarbenes Wildledersofa mit einem Bettlaken und den empfindlichen Wohnzimmer-Wollteppich mit alten Zeitungen abgedeckt hatte, als sie mit ihren dreijährigen Zwillingen Ben und Simon zu Besuch kam? Aber ich kenne doch meine Neffen und die Spuren, die sie überall hinterlassen. Wachsmalstifte, Schokokekse, Rotznasen, meine Schwester mag darüber hinwegsehen können, ich nicht. Sie habe ja keine Ahnung gehabt, in welch heiligen Hallen sie sich befände, sagte sie spitz, und was für eine – und dann kam der gemeine Begriff – ihre Schwester mittlerweile geworden sei. Zack, Tür zu.

Natürlich bin ich erst einmal explodiert. Bin durch die Wohnung geschossen und habe gegen den Egoismus von Müttern gewettert. Und dann habe ich mich auf mein abgedecktes Sofa gelegt, um darüber nachzudenken, ob auch nur ein Fünkchen Wahrheit hinter dieser Boshaftigkeit stecken könnte.
Am Ende kam der Schock der Erkenntnis. Meine Schwester hat Recht! Selbst wenn ich die Rettungsmaßnahme meiner Wohnzimmergarnitur immer noch völlig in Ordnung finde, muss ich zugeben, dass mein Lebensstil in den vergangenen vier Jahren, also seit meine letzte Beziehung in die Brüche gegangen ist, tatsächlich immer schrulliger geworden ist.

Zwar gehöre ich noch nicht zu den Klischee-Käuzen, die aus unerfindlichem Grund stets einen roten und einen grünen Socken tragen. Aber ich muss zugeben, dass ich morgens im Badezimmer eine dreiviertel Stunde verbringe, ohne nachher anders auszusehen als vorher. Und ich hasse es von Herzen, wenn jemand im Büro in meiner Zeitung geblättert und sie nicht wieder wie gewohnt im 90-Grad-Winkel zusammengelegt hat.

Obwohl ich eigentlich recht viel Freizeit habe und genügend Leute kenne, verabrede ich mich höchstens zweimal die Woche: Niemals dienstags, weil ich mir da die Haare wasche. Niemals freitags, weil da mein Lieblingsprogramm im TV läuft. Ungern sonntags, weil ich mich da mental auf die neue Woche vorbereiten muss.

Außerdem lege ich großen Wert darauf, dass in meiner Wohnung alles seine Ordnung hat: Alle Schuhe auf einem Haufen im Bad, weil ich sie dort meist ausziehe. Im Kühlschrank niemals Käse und Wurst im gleichen Regal und die ältesten Eier immer ganz rechts im Eierfach. Um mein Bett herum Stapel von Zeitungen, Magazinen und Büchern, sortiert nach „ungelesen“, „angelesen“, „durchgelesen, aber unbedingt jederzeit griffbereit“ und „Müll, aber noch nicht weggeräumt“.

Kein Wunder, dass es mich anstrengt, wenn Ben und Simon in mein tadellos organisiertes Paradies einfallen. Viel lieber würde ich die beiden Jungs nur noch im Stadtpark treffen. Das kann man natürlich nicht laut sagen. Stattdessen reduziere ich den Familienkontakt auf ein Minimum. Solche Gelegenheiten streuen ohnehin nur Salz in meine Single-Wunden. Muss ich noch meine imaginäre Check-Liste erwähnen, die ich bei jedem neuen Mann zücke? Mindestens acht von möglichen fünfzehn Punkten sollte er schon erreichen, um mich vom Sofa zu locken.

Dauer-Singles befinden sich aber auch in einer gemeinen Zwickmühle: je länger wir allein leben, desto kauziger werden wir, und je kauziger wir werden, desto geringer sind die Chancen, jemanden zu finden, der es mit uns aushält. Einfach, weil wir uns immer nur um uns selbst drehen und niemand anderes da ist, auf den wir Rücksicht nehmen, mit dem wir Absprachen und Kompromisse treffen müssen. Um das zu begreifen, braucht man kein Psycho-Ratgeber und keinen Therapeuten.

Von jedem potenziellen Partner werde nämlich erwartet, dass dieser sich nahtlos ins eigene Leben einpasse. Die Idee, selbst an einer Beziehung arbeiten zu müssen und Rituale aufzugeben, sei dem Kauz völlig fremd.

Im Nachhinein muss ich meiner Schwester für ihren Anpfiff wahrscheinlich dankbar sein. Vielleicht sollte jeder Single für sich einen Fragebogen anlegen, um mindestens einmal im Jahr zu überprüfen, ob er noch sozial kompatibel ist. Mir fallen da spontan ein paar Fragen ein: Wann bin ich zuletzt ans Telefon gegangen, ohne vorher per Anrufbeantworter zu hören, wer dran ist? Würde es mich in eine Krise stürzen, wenn „Wer wird Millionär?“ plötzlich aus dem Fernsehprogramm gestrichen würde? Wie viel Zeit verbringe ich täglich damit, meine Vorhänge in Form zu zupfen? Die Liste lässt sich individuell erweitern.

Okay, das Problem ist erkannt. Aber Einsicht allein reicht natürlich nicht. Wenn ich verschrulle, weil ich es mir in meinem Single-Leben allzu bequem gemacht habe, werde ich das wohl schweren Herzens ändern müssen. Ich werde mir regelmäßig „Sozialstunden“ aufbrummen, mich beispielsweise als Babysitter für Ben und Simon anbieten und dafür, wenn nötig, sogar mein Wochenende opfern. Ich werde mir – ich weiß, es klingt grauenvoll – irgendeine Gruppenaktivität überlegen, in der ich einfach mit anderen klarkommen muss. Außerdem muss ich mich wohl von meiner Checkliste für potentielle Ehemänner und Kindsväter verabschieden und mir ein neues Mantra übers Bett hängen: Vergiss das Wort „Vollkommenheit“! Das erhöht nämlich die Chancen erheblich, jemanden fürs Leben zu finden. Und dann wäre ich ja kein Single mehr und damit all meine Schrullen auf einen Schlag los, oder?

Szószedet:

verkauzen, h. rigolyásnak lenni
die Selbsterkenntnis, ~ önismeret
stutzig meghökkent, meglepődött, megzavarodott
kauzig különc, furcsa, mókás
schrullig bogaras, rigolyás
verschroben hó bortos, zavarodott
gesetzten Alters / von gesetztem Alter megállapodott, érettebb korú
gepflegt ápolt, szokásos, szokott
abgleiten, h/i. letér
das Jahresabo (=Jahresabonnement) éves bérlet, éves előfizetés
das Attest, -e bizonyítvány, igazolás, igazolvány
die Ziege, -n (nőstény) kecske, itt argó: tyúk, liba
das Bettlaken lepedő
zu Besuch kommen meglátogat
Spuren hinterlassen nyomokat hagy maga után
der Wachsmalstift, -e zsírkréta
die Rotznase, -n közbeszédben: taknyos orr
hinwegsehen, h. (über etwas) szemet huny (vmi fölött)
spitz csípős, hegyes
durch die Wohnung schließen, -o-, i. –o- átszáguld a lakáson
wettern, h. átkozódik, szitkozódik, káromkodik
das Fünkchen, ~ kis szikra, csöppnyi, szemernyi
die Boshaftigkeit, -en rosszindulat, gonoszság
die Erkenntnis, -se felismerés
die Rettungsmaßnahme, -n óvintézkedés
der Kauz, tsz: Käuze(n) kuvik, itt átv.: furcsa szerzet, csodabogár
aus unerfindlichem Grund rejtélyes okból
stets mindig, folyvást
zücken, h. előkap, előránt
die Zwickmühle kutyaszorító (malom-játékban: csiki-csuki)
schlau ravasz, csavaros eszű, „okos”
der Anpfiff fütty, sípjel, itt biz.: ráförmedés, ráordítás